Zuerst sollten zumindest die vier Wände zum Test lose (ohne Kleber) zusammengesetzt und auf die Base gestellt werden.

Das Gebäude auf den Bildern ist nicht grundiert, sondern die Farbe ist der Lieferzustand aufgrund des verwendeten schwarzen Superhartgipses.



Bemal-Tutorial "Dorfschänke"
von Elmar Fischer

1. Schritt

Der Probezusammenbau

2. Schritt

Bemalung der Base

Das Base wurde in verschiedenen Braun- Ocker- und Grautönen durch einfaches Trockenbürsten bemalt.

3. Schritt

Bemalung der vier Wandteile

Erstes trockenbürsten der Steinstrukturen und anschließendes Grundieren der Holzteile in Dunkelbraun.

Die Putzflächen werden in einem hellen Ockerton grundiert.

Aufhellen der Putzflächen mit einem Altweiß.

Nachgrundieren der Holzteile in Dunkelbraun wo notwendigund anschließendes vorsichtiges Trockenbürsten mit Hellbraun.

Alle Flächen (Stein, Holz, Putz, Butzenfenster EG) werden mit Altweiß mit sehr sehr wenig Farbe und einem großen weichen Pinsel trockengebürstet.

Die Butzenfenster des EG werden mit einem sehr dunklen und stark verdünnten Grün eingefärbt.

Die Fensterflächen im OG werden vorsichtig in Schwarz grundiert. Um die Fläche aufzulockern kann man mit einem hellen Blau-Grau eine Spiegelung andeuten.

Die Metallteile (Türbeschläge, Gitter Kellerfenster) wurden in einem dunklen Silber und in einem Messing-Goldton bemalt und mit einem braun-schwarzem Wasch vertieft.

Die Blätter der Kletterpflanze sind zuerst mit einem Dunkelgrün bemalt und anschließen mit einer zunehmenden Zugabe eines Ockertons zu der Grundfarbe durch vorsichtiges Trockenbürsten aufgehellt worden.

Die Glasflächen sind sehr vorsichtig mit einer Glanzlackschicht versehen worden (Achtung, nur an dieser Stelle sinnvoll wenn das Haus nicht später noch mit einer Schicht Mattlack versehen werden soll).

Die 4 Seitenwände sind fertig für den Zusammenbau.

4. Schritt

Bemalung der Dach- und der Zubehöhrteile

Die Technik und die Farben sind für die Dachteile, die Stufen, den Schornstein und die Fässe die selben wie bei den Wandteilen. Die Teile wurden für eine bessere Handhabung einzeln bemalt.

Das Schild wurde mit zwei kurzen Ketten an dem Trägerbalken befestigt. Dafür habe ich je zwei Löche in die Zinnteile gebohrt und die Enden der gleichlangen Ketten mit Sekundenkleber und einem zu einer Schlaufe gebogenen dünnen Draht in diesen festgeklebt.

Nach einer schwarzen grundierung folgte eine normale Bemalung mit Akrylfarbe. Diese wird dadurch erleichtert, dass der Mönch und die Schrift aufmodelliert sind.

5. Schritt

Zusammenbau

Der Zusammenbau ist denkbar einfach. Am besten eignet sich Holzleim. Einfach etwas Leim entlang der Klebehilfe an der Base. Dann die vier Einzelteile neben der Base zusammenstellen, mit Gummibändern sichern und dann vorsichtig auf die Base stellen. Anschließend mit dem Leim alle Stoßstellen von innen verkleben. Nach einigen Stunden ist alles bombenfest.Jetzt können die Treppen mit Leim eingeklebt werden.

Für das Bestigen des Dachs werden die oberen Kanten der Giebelseiten und die obere Kannte der Dachseite ohne die Firstpfannen mit Leim bestrichen. Erst diese Seite bündig auf den Giebel auflegen und anschließend die zweite Dachhälfte anpassen. Hier empfiehlt es sich bis zum ersten anziehen des Leims einige Minuten die Dächer in Position zu halten, um ein Abrutschen zu verhindern. Anschließend ur noch den Schornstein und den Dachaufbau aufkleben. Die Fässer sollten besser nach der endgültigen basengestaltung aufgeklebet werden.

6. Schritt

Alterungseffekte und Collorierung
der Natursteine

Die Alterungseffekte und die Colorierung der Natursteine ist mit verdünnten Tuschen erfolgt. Dafür habe ich Airbrushfarben der Firma Schminke (Aerocolor) in den Tönen "Federschwarz", "Sienna gebrannt" und "Umbra" verwendet. Der Trick ist es, die Farben stark zu verdünnen und zu unterschiedlichen Tönen zu mischen. Unverdünnt sind die Farben viel zu kräftig. Lieber mehrere male über die gleiche Stelle malen und den gewünschten Effekt langsam aufbauen. Gerade der Alterungseffekt kann im Eifer des Gefechtes schnell übertrieben werden.

Durch die unterschiedliche Färbung der Steine werden die Mauern lebendeiger und verlieren den unnatürlichen "nurgrauen" Charakter. Einfach einzelne Steine mit den unterschiedlichen Tönen übermalen. Für die Verwitterungseffekte auf dem Putz eignet sich besonders gut das Umbra mit dem leicht grünlichen Farbton.

7. Schritt

Basengestaltung

Alle Details mit Ausnahme des "Grases" sind bereits auf der Base vorgestaltet und somit im Lieferumfang vorhanden.

Einfaches Trockenbürsten in Dunkelbrau, Hellbraun und hellem Ocker für den Boden sowie die bewährten Mischung aus Schwarz und Altweiß für die Natursteine sorgen für die passende farbliche Gestaltung.

Anschließen ein recht dunkles Statikgras mit Holzleim aufkleben. Nachdem der Leim getrocknet ist kann das überschüssige Gras entfernen werden. Ich empfehle das Statikgras anschließend vorsichtig mit unterschiedlichen Mischungen aus Ocker und Altweiß vorsichtig trockenzubürsten. Dies nimmt ihm den unnatürlichen Glanz und bringt etwas farbliche Abwechslung in die Grasflächen. Längere Gräser kann man im Modelbahnfachhandel erhalten oder aus feinen Pinselhaaren herstellen.

8. Schritt

Das fertige Modell - ab in die Vitrine oder auf das Schlachtfeld

Die Bemalung der hier abgebildeten Dorfschänke hat ca. 15 bis 20 Stunden in Anspruch genommen. Ziel war es mit einer natürlichen Farbgebung den realistischen Charakter des Modells hervorzuheben.

Das gesamte Projekt hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Ich hoffe ich konnte Euch einige Anregungen und Hilfestellungen geben.



Ciao

Elmar